o[s]tklick ist ein digitaler Ort, an dem russlanddeutsche, postsowjetische und osteuropäische Communities und Stimmen zusammenkommen. Die vielfältigen Migrationserfahrungen, Identitätsfragen und historischen Linien u.a. in die ehemalige Sowjetunion bzw. ihre Nachfolgestaaten oder das imaginierte „Osteuropa“ teilen Russlanddeutsche auch mit anderen migrantischen Gruppen in Deutschland. o[s]tklick möchte dazu beitragen, dass diesen Stimmen mehr Gehör geschenkt wird und richtet sich an alle Menschen, die die postmigrantische Gesellschaft und unsere Demokratie mitgestalten wollen.

Wir möchten Gespräche suchen und eine lebhafte, demokratische Debattenkultur fördern – on- und offline. Wir wollen nicht an möglichen Unterschieden scheitern, sondern an der Vielfältigkeit wachsen.

Zusammen stellen wir uns gegen rechtspopulistische und -extreme Positionen, sowie Desinformationen, Hate Speech und verschwörungsideologische Inhalte im Netz. Um aktiv dagegen anzugehen, sind wir für euch auf allen Social-Media-Plattformen aktiv. Wir haben Videos und Videopodcasts, Texte, On- und Offline-Veranstaltungen und Netzwerktreffen im Angebot. Ihr seid herzlich eingeladen, in den Kommentarspalten und bei unseren Veranstaltungen fair zu debattieren und euch mit eurer Meinung einzubringen!

Wer wir sind

Wir sind ein vierköpfiges Projektteam und freuen uns über die Zusammenarbeit mit engagierten Kooperationspartnern und interessierten Initiativen, Vereinen und Personen. Kommt gerne auf uns zu!

Träger des Projekts ist das Zentrum Liberale Moderne, ein gemeinnütziges Start Up auf dem Feld politischer Bildung und internationaler Zusammenarbeit in Berlin. Wir wollen die liberale Demokratie erneuern sowie Pluralismus und die offene Gesellschaft gegen autoritäre Angriffe von innen und außen verteidigen. Wir sind eine unabhängige Denkwerkstatt, ein Debattenforum und Projektbüro.

Das Projekt wird gefördert vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Das Projekt o[s]tklick community wird zudem gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung im Rahmen des Förderprogramms „Demokratie im Netz“.

Medienberichte über das Projekt sind hier zu finden!

ostklick Team

Wie wir o[s]tklick geworden sind

o[s]tklick entstand 2020 aus der russlanddeutschen Community als Projekt des Zentrum Liberale Moderne mit dem Ziel, die demokratischen Stimmen von russlanddeutschen (Spät-)Aussiedler:innen in Deutschland sicht- und hörbarer zu machen. Bis 2022 veröffentlichten wir zu diesem Zweck kurze Videos, in denen wir mit 27 tollen Persönlichkeiten aus ganz Deutschland zu Themen wie Heimat(en), Gleichberechtigung oder politisches Engagement sprachen.

Darüber hinaus entwickelte o[s]tklick im Rahmen der Förderung durch das BAMF und die Robert Bosch Stiftung von 2019-2022 Workshopkonzepte zu den Themen Desinformation und Fake News sowie ein Argumentationstraining zum Umgang mit rechtspopulistischen oder verschwörungsideologischen Aussagen, die deutschlandweit durchgeführt wurden. Zurzeit sind keine weiteren öffentlichen Workshops in diesem Themenfeld geplant, ihr könnt uns aber gerne weiterhin ansprechen, wenn ihr Unterstützung und Expertise in diesen Bereichen benötigt.

Im Rahmen des Förderprogramms „Demokratie im Netz” der Bundeszentrale für politische Bildung durften wir in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 politisch und sozial engagierte Menschen für eine Social Media Winter School zusammenbringen. Wir haben darüber hinaus Workshops, Insta Lives und einen Fachtag zum Thema „PostOst in Zeiten des Krieges: Zwischen Propaganda, rechter Mobilisierung, Antislawismus und Russlands imperialer Ambition“ realisiert.

Auf unserer Website findet ihr alle Texte und Themen aus den vorherigen Projekten.

 

Warum das [s] in o[s]tklick?

o[s]tklick ist ein Wortspiel zwischen der russischen und deutschen Sprache. In ihm steckt der russische Begriff отклик [ˈotklʲɪk], der so viel bedeutet wie Antwort, Resonanz oder Echo. Das [s] in der eckigen Klammer ermöglicht otklick auch als ‚ost‘ und ‚klick‘ zu lesen. Die Mehrdeutigkeit von o[s]tklick macht den Zusammenhang zwischen postsowjetischen Identitäten und demokratischen Wertvorstellungen sichtbar und regt zu politischem Engagement im Netz an.

 

Was verstehen wir unter einer postmigrantischen Gesellschaft?

Der Begriff „postmigrantische Gesellschaft“ beschreibt eine Gesellschaft, die dauerhaft durch Migration geprägt ist und dies auch anerkennt. Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte verhandeln nun gemeinsam, wie diese Gesellschaft gestaltet werden soll. Fragen nach Zugehörigkeit, Teilhabe usw. werden neu diskutiert.