„Russifiziert sein“ – was bedeutet das eigentlich? Und was denkt Katja Rumiantseva über Russifizierung? Bei unserem Tresentalk hat sie beschrieben, wie tief Sprache und koloniale Perspektive auch in den Kolonisierten verankert sind – und dass es Zeit braucht, sich davon zu lösen.
„Es geht nicht um individuelle Schuld, sondern darum, wie diejenigen, die russifiziert sind, sich Macht auch zurücknehmen können – und was sich gesellschaftlich dafür ändern muss.“
Katja Rumiantseva
Der Podcast ist eine Aufzeichnung des o[s]tklick Tresentalks am 12. September 2025. Über „Sprache als Machtinstrument“ – in Bezug auf Russifizierung und sprachlichen Widerstand – sprechen Professorin Botakoz
Kassymbekova von der Universität Zürich und Katja Rumiantseva, deutsch-belarusische Aktivistin. Der Podcast kann hier angehört werden.
Worum ging es beim Tresentalk?
In vielen postsowjetischen und osteuropäischen Communities in Deutschland spielt die russische Sprache eine zentrale Rolle: Sie prägt Identitäten, schafft Verbindung zu Familie, Herkunft und Kindheit.
Doch Sprache ist nicht nur ein Mittel der Verständigung – sie ist auch ein Ausdruck von Macht. Angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine stellen wir uns daher die Frage: In welchem Maße ist Russisch eine imperiale Sprache? Wie wurde und wird Sprache als Werkzeug russischer Kolonialpolitik eingesetzt?
Viele Menschen sprechen infolge dieser Politik Russisch als Erstsprache – was bedeutet es also, wenn die eigene Sprache in Konflikt mit der kulturellen oder politischen Zugehörigkeit steht?
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