Sharepic

Katja Rumiantseva über Russifizierung

Das Sharepic zeigt ein Zitat von Katja Rumiantseva, Menschenrechtsaktivistin und Bloggerin. Links oben steht das Logo von ostklick auf weißem Hintergrund mit einem weichen, regenbogenfarbenen Verlauf im Hintergrund. Rechts unten ist ein Porträtfoto von Katja Rumiantseva zu sehen. Sie hat kurzes, braunes Haar, trägt ein schwarzes T-Shirt und schaut ruhig in die Kamera. Der Text im Bild lautet: „Ich bin mit Russisch aufgewachsen und glaube, es ist wichtig, dass Menschen, die russifiziert sind – und dazu zähle ich mich persönlich – nicht ausgeschlossen werden. […] Ich lerne zwar langsam mehr Belarussisch und auch Ukrainisch, aber ich lese Nachrichten immer noch schneller auf Russisch, d.h. ich bin in meinem eigenen Blickfeld sozusagen weiterhin russozentrisch. Und nicht jeder Mensch hat die gleichen Ressourcen, um das alles alleine und individuell aufzuarbeiten, Menschen haben Arbeit, Menschen haben Kinder, Menschen haben viel zu tun. Deswegen geht es hier nicht um individuelle Schuld, sondern es geht darum, wie diejenigen, die russifiziert sind, sich Macht eben auch zurücknehmen können und was sich gesellschaftlich dafür ändern muss.“ Darunter steht: Katja Rumiantseva Menschenrechtsaktivistin & Bloggerin (in blauer Schrift)

„Russifiziert sein“ – was bedeutet das eigentlich? Und was denkt Katja Rumiantseva über Russifizierung? Bei unserem Tresentalk hat sie beschrieben, wie tief Sprache und koloniale Perspektive auch in den Kolonisierten verankert sind – und dass es Zeit braucht, sich davon zu lösen. 

„Es geht nicht um individuelle Schuld, sondern darum, wie diejenigen, die russifiziert sind, sich Macht auch zurücknehmen können – und was sich gesellschaftlich dafür ändern muss.“

Der Podcast ist eine Aufzeichnung des o[s]tklick Tresentalks am 12. September 2025. Über „Sprache als Machtinstrument“ – in Bezug auf Russifizierung und sprachlichen Widerstand – sprechen Professorin Botakoz
Kassymbekova
von der Universität Zürich und Katja Rumiantseva, deutsch-belarusische Aktivistin. Der Podcast kann hier angehört werden.

Das Sharepic zeigt ein Zitat von Katja Rumiantseva, Menschenrechtsaktivistin und Bloggerin. Links oben steht das Logo von ostklick auf weißem Hintergrund mit einem weichen, regenbogenfarbenen Verlauf im Hintergrund. Rechts unten ist ein Porträtfoto von Katja Rumiantseva zu sehen. Sie hat kurzes, braunes Haar, trägt ein schwarzes T-Shirt und schaut ruhig in die Kamera. Der Text im Bild lautet: „Ich bin mit Russisch aufgewachsen und glaube, es ist wichtig, dass Menschen, die russifiziert sind – und dazu zähle ich mich persönlich – nicht ausgeschlossen werden. […] Ich lerne zwar langsam mehr Belarussisch und auch Ukrainisch, aber ich lese Nachrichten immer noch schneller auf Russisch, d.h. ich bin in meinem eigenen Blickfeld sozusagen weiterhin russozentrisch. Und nicht jeder Mensch hat die gleichen Ressourcen, um das alles alleine und individuell aufzuarbeiten, Menschen haben Arbeit, Menschen haben Kinder, Menschen haben viel zu tun. Deswegen geht es hier nicht um individuelle Schuld, sondern es geht darum, wie diejenigen, die russifiziert sind, sich Macht eben auch zurücknehmen können und was sich gesellschaftlich dafür ändern muss.“ Darunter steht: Katja Rumiantseva Menschenrechtsaktivistin & Bloggerin (in blauer Schrift)

Worum ging es beim Tresentalk?

In vielen postsowjetischen und osteuropäischen Communities in Deutschland spielt die russische Sprache eine zentrale Rolle: Sie prägt Identitäten, schafft Verbindung zu Familie, Herkunft und Kindheit.

Doch Sprache ist nicht nur ein Mittel der Verständigung – sie ist auch ein Ausdruck von Macht. Angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine stellen wir uns daher die Frage: In welchem Maße ist Russisch eine imperiale Sprache? Wie wurde und wird Sprache als Werkzeug russischer Kolonialpolitik eingesetzt?

Viele Menschen sprechen infolge dieser Politik Russisch als Erstsprache – was bedeutet es also, wenn die eigene Sprache in Konflikt mit der kulturellen oder politischen Zugehörigkeit steht?

Du würdest gerne mehr zum Thema Sprache erfahren? Hier findest du weitere Beiträge dazu.

Gefällt dir der Beitrag “Katja Rumiantseva über Russifizierung”? Folge unseren online-Auftritten, um immer auf dem Laufenden zu bleiben! Mit uns kommst du auf InstagramYouTube, TikTok und Facebook ins Gespräch. Du bist kein Social-Media-Fan? Alles klar, denn über unseren Telegram-Kanal erhältst du ganz bequem spannende Inhalte direkt aufs Handy zugeschickt und auf Spotify kannst du sie dir auch einfach anhören. Werde Teil unserer Community, empfehle unsere Inhalte weiter und diskutiere mit!